Wieder gibt es ein Rezept und viele Infos, diesmal zum Thema Spargel von unserer Ernährungsberaterin Ingeborg Twarkowski.

Es war einmal

Hurra! Die Tage sind wieder länger hell, es wird wärmer und auf Märkten und in Geschäften findet sich langsam wieder einheimischer Spargel ein… Und mit steigenden Temperaturen sinken die Spargelpreise ja auch etwas. Leider ist in Zeiten der Coronakrise alles anders.

Sollte es Spargelbauern in diesem Jahr möglich sein, uns den Kauf des leckeren Spargels zu ermöglichen, hier die saisonal passende Information.

Vor sehr vielen Jahren war der Spargel eine wichtige Heilspflanze, die im Arzneibuch erfasst und in Apotheken erhältlich war. Ein Gesundheitsbezug in Sachen Husten, Geschwüre, Wasserausscheidung, bis hin zu vermuteter aphrodisierender Wirkung liest sich in der Geschichte über den Spargel.

Rein ernährungsmedizinisch enthält Spargel sehr wenig Kalorien: 100 g haben etwa 18 kcal. Im Vergleich: 100 g Schokolade haben ab 500 kcal… wobei natürlich 20 g bittere Schokolade (ab 70 %) auch lecker ist und durchaus auch gesunde Inhaltsstoffe haben kann.

Weißer Spargel enthält viele Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, grüner Spargel enthält sogar etwas höhere Werte. Aber Achtung: Personen, die mit erhöhten Harnsäurewerten oder Gicht zu kämpfen haben, sollten keine großen Spargelmengen essen, da Harnsäurekristalle aus Nieren und Muskulatur gelöst werden können. Mancher Arzt bemerkt daher den Frühling mit zunehmenden Gichtanfällen bei den Patienten. Somit ist Spargel bei einer Gichterkrankung und auch für Personen mit chronischen Nierenerkrankungen kritisch zu sehen.

Spargel wird gern klassisch mit Kartoffeln, Schinken oder Schweinefilet und Sauce Bernaise angerichtet. Mein cholesterinfreies Saucenrezept als Alternative wäre ein leichtes und mildes Tomatenpesto. Da das Pesto nicht konserviert ist, immer gut mit Öl bedecken, kühl aufbewahren und innerhalb von 10 Tagen verbrauchen.

Gerätebedarf: Pürierstab / Mixer

Zutaten

  • 100g getrocknete und gesalzene Tomaten (aus dem Supermarkt, oft in der Gemüsetheke zu finden)
  • 50g Parmesankäse
  • 160 g Öl (gerne Rapsöl, da es neutraler im Geschmack ist als Olivenöl - es kann aber auch gemischt werden)
  • 20g feingemahlene Mandeln
  • 20g gehackte Mandeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • etwas Pfeffer
  • 2 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise (Rohr)Zucker

Tomaten Pesto Zutaten Tomaten Öl Parmesan Mandeln

Zubereitung

  1. Die getrockneten Tomaten mit kochendem Wasser übergießen und dann 15 Minuten quellen lassen.
  2. Den Parmesan in der Zwischenzeit fein reiben.
  3. Das Öl in einen Mixbecher geben, die Tomaten abtropfen lassen und dann dazu geben (falls Mixer nicht ganz PS stark ist, Tomaten etwas kleinschneiden). Ebenfalls die Mandeln und den Parmesan, sowie das Tomatenmark, den Pfeffer, den Zitronensaft und den Zucker hinzugeben.
  4. Salz kann hinzugefügt werden, sollte aber durch die Tomaten genug vorhanden sein.
  5. Alles zusammen gut kleinmixen / pürieren, abschmecken und in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen. Eventuell etwas Öl obenauf gießen und das Glas fest verschrauben.
  6. Zum Servieren das Pesto durchrühren und etwas davon über die Spargelstangen geben, eventuell noch mit etwas Kresse oder Schnittlauch dekorieren.

Tomaten Pesto Fertig

Guten Appetit!

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Das ist Ingeborg:

Ingeborg Twarkowski Ernährungsberatung Oecotrophologie

Ingeborg Twarkowski
Dipl.Oec.troph.
Ernährungsberatung und Ernährungstherapie